Malinois, geboren in Vorarlberg am 12. April 1994, hat am 17. Juni 2006 in der Nacht still und leise Abschied genommen. Sie hat Harry und mir diesen letzten Dienst erwiesen und wir sind beide unsäglich dankbar, dass wir das nicht für sie tun mussten. Femme war – und nicht nur für uns - eine Ausnahmehündin, distanziert aber verträglich mit Mensch und Hund, mit jeder Faser ihres Seins ein "Arbeitshund" bis weit ins hohe Alter. Ihr letztes Agility-Turnier hat sie im Oktober 2005 bestritten, wo sie beim Mannschaftsjumping mit Null Fehlern noch die absolute Laufbestzeit von mehr als 70 Hunden hatte. Was wir auch immer im Hundesport noch erleben werden, wir werden Femme nie vergessen. Und, wenn es die Regenbogenbrücke wirklich gibt, ja dann.........................!
Femme hatte Begleithunde- , Schutzhunde- und Obedienceprüfungen und in Agility über 250 nationale und internationale Podestplätze. Ihr wohl größter Erfolg war 2001 in Porto bei der Weltmeisterschaft, wo sie mit der Österr. Mannschaft den Vizeweltmeistertitel nach Hause holte.
ABER, wenn ich mich an Femme zurückerinnere, dann denke ich nicht an all die Erfolge und an die vielen Male, die wir zusammen auf dem Podest standen. Nein, ich denke an unseren ersten Urlaub, als sie im Alter von 5 Monaten schwimmen lernte und kaum aus dem Wasser zu bringen war, an die vielen gemeinsamen Spaziergänge, wenn wir irgendwo auf einer Bank Rast machten und sie sich mit einer Selbstverständlichkeit – als sei sie ein Mensch – neben mich auf die Bank setzte und ihren Kopf auf meine Schulter legte und keine Eile hatte weiterzulaufen. Ich denke an Zeiten, wo ich unglücklich war und sie mir die Tränen aus dem Gesicht geleckt hat und an die vielen Male, wo sie eng an mich geschmiegt, mir half einzuschlafen. Es durchläuft mich ein Schaudern, wenn ich daran denke, welche Lebensumstellung diese Hündin im Alter von über 11 Jahren noch durchmachen musste. Der Umzug von einem geräumigen Haus im Grünen mit Garten und Hundetürl in eine Winzlingswohnung im 5. Stock in einem Betonklotz für die Dauer von fast einem Jahr und dann erst der Umzug in eine Maisonettenwohnung mit Garten. Aber eines weiß ich sicher, trotz aller widrigen Umstände, sie hat sich in ihren letzten Lebensmonaten sehr wohl gefühlt. Femme war mit einer Zuneigung zu Harry erfüllt, dass es mir doch hin und wieder sogar einen kleinen Stich versetzte, war sie doch zuvor absolut nur mein Hund gewesen. Sie war ein tolles vierbeiniges Mädel, und ich kann mich glücklich schätzen, sie so viele Jahre an meiner Seite gehabt zu haben. |